Meine Hunde

Ich bin ein Hundemensch – obwohl ich natürlich alle Tiere liebe!

Hier möchte ich meine Hunde vorstellen, die seit meiner Kindheit mein Leben erfreut und auf ihre ganz besondere Weise bereichert haben:

Tapsi

Als Kind erhielt ich 1965 meinen ersten Hund: Tapsi – einen Zwerg-Langhaardackel. Klar war er aus einer Züchtung, denn zu dieser Zeit gab es kaum Tiere aus dem Tierschutz, die man hätte adoptieren können, zumindest waren sie meinen Eltern nicht bekannt. Er war der Kleinste des Wurfes und hieß mit blaublütigem Namen: Ebo von der Hofgartenwiese … Na ja. Bei uns wurde er zu Tapsi und er war der beste Kinder-Kumpel den man sich vorstellen konnte. Da ich oft allein war, war er mein Vertrauter, Freund, Begleiter und Bewacher. Er ging 1981 über die Regenbogenbrücke …

Foto folgt …

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Nicky

Anfang der 80er Jahre, als ich auf Mallorca lebte, kam Nicky in mein Leben. Er wurde auf der Straße gefunden und uns gebracht. Zu dieser Zeit war Tierschutz auf Mallorca – wie leider heute immer noch bei vielen Einheimischen – kein Thema. Selbstverständlich nahm ich dem kleinen Schatz – damals nur wenige Wochen alt – auf, denn sonst wäre er verhungert und gestorben. Und ganz schnell stahl er mir mein Herz. Fast 16 Jahre war Nicky mein Herzenshund – mein ständiger Begleiter, liebevoller, treuer Gefährte und Lebenspartner. Er ging 1998 ins Regenbogenland. Ich habe damals zutiefst getrauert um meinen Herzens- und Seelenhund, und ich wollte diesen Schmerz des Abschieds NIE mehr durchmachen …

 

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Victoria

Aber wie das so ist, kommt es anders, als man denkt: Ich arbeitete nach Nickys Tod eine Weile bei Pro Animale und dort lernte ich – unter vielen anderen wunderbaren Hunden – Victoria kennen. Sie hat mich verzaubert und dann – so muss man es sagen – adoptiert. Mit untrüglicher Klarheit und großer Entscheidungskraft überzeugte sie mich, ihr ein Zuhause zu geben. Sie hatte viel Schlimmes erlebt, war um ein Haar in einem Tötungslager in Russland vergast worden und wurde von Pro Animale 1996 gerettet – sie mochte damals ca. ein Jahr alt gewesen sein. Dort in Uetzing saß sie in dem Tierheim schon eine Weile, als ich dort hinkam, um zu helfen und – eigentlich – für alle Tiere da sein wollte und nicht „nur“ für einen Hund. Denn ich hatte entschieden: Ich wollte keinen Hund mehr – nie mehr leiden beim Abschied, nie mehr loslassen müssen, nie mehr diesen Schmerz erleben. Aber Victoria war mit ihrer Liebe zu mir so überschäumend, derart überzeugend – ließ mich nicht aus den Augen, lag unter meinem Schreibtisch, stand auf, wenn ich aufstand und wenn sie mich nicht sah, jaulte sie herzzerreißend. Ich konnte das nicht übersehen bzw. überhören. Mir war klar: Victoria hatte mich gefunden, hatte mich ausgewählt. Victoria war mein Seelenhund – ähnlich wie Nicky zuvor – sie liebte mich mit einer Bedingungslosigkeit, die mich ganz machte … und heilte – sie schaute ganz tief in meine Seele …

 

Als Victoria 2011 über die Regenbogenbrücke ging, dachte ich mein Leben sei auch zu Ende – eine Welt ging unter – kaum mehr etwas machte Sinn. Ich habe viele Jahre sehr schmerzvoll getrauert – auch wenn ich es besser wusste, nämlich dass Victoria – wie alle meine Hunde – auch weiterhin an meiner Seite waren, nur nicht mehr sichtbar für mich. Doch fühlbar – in meinem Herzen. Aber durch ihren Übergang war auch mein Projekt, das sie energetisch so wunderbar unterstützte „gestorben“ – Victorias Welt … wie konnte ich diese Vision ohne Victoria an meiner Seite zum Leben erwecken? Auch danach brauchte ich eine Weile, bis ich verstand – es ist nicht der Körper, der schöpferisch ist, sondern der Geist. Und Victorias Geist – der Seelenaspekt – wird meinen Weg weiterhin begleiten und energetisch unterstützen. Wofür ich ihr unendlich dankbar bin. Nicht nur für ihr Leben und ihre Liebe, sondern auch für die Erfahrung des Schmerzes, Zweifels, der Trauer und des Abschieds …

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Talia

Dann kam 2014 Talia in mein Leben. Ebenso unverhofft wie meine anderen Tiere (außer Tapsi, den ich mir gewünscht hatte). Sie war ein „Notfall“ von „Fellkinder in Not“, und da ich Zeit und Platz hatte, war ich ihre „Not-Pflegestelle“ … was soll ich sagen: Sie blieb einfach – und ich denke, auch das war eine gute Fügung … Talia ist ein fröhliches Energiebündel, eigenwillig und niemals gleich – einerseits, andererseits ist sie ruhig, schmusig und voller Vertrauen – Talia ist ein Widerspruch in sich, so scheint mir manchmal, und doch ein „runder“, „ganzer“ Hund, der, wie alle anderen auch, Sicherheit sucht und gibt, Liebe sucht und gibt, Vertrauen sucht und gibt … und ja: Sie ist manchmal eine Herausforderung und ein perfektes Spiegelbild meiner Emotionen (ob ich das will oder nicht). Leider mag sie Hasen, Mäuse und Vögel „zum Fressen gern“ … das macht mich traurig, auch wenn ich es aktzeptieren muss – und bis jetzt konnte ich Schlimmeres verhindern. Da sie sich immer weiter entwickelt, hoffe ich, dass Talia mit der Zeit auch von mir lernt: nämlich alle Tiere zu lieben und sie in ihrer wundervollen Einzigartigkeit und Unversehrtheit zu lassen, wie sie sind.